Arbeitsweisen der TaKeTiNa Rhythmus Pädagogik

Die TaKeTiNa Rhythmuspädaogik verbindet Jahrtausende altes „Rhythmus-Wissen“ verschiedener Kulturen mit den neuesten Erkenntnissen aus dem Bereich Musik, Rhythmusforschung, Kybernetik Kommunikation, Gehirnforschung und Chaostheorie zu einer neuen Form des Lernens und der Selbsterfahrung. Die Arbeitsweisen der TaKeTiNa Rhythmuspädagogik sind in Reinhard Flatischlers neuem Buch “Rhythm for Evolution” ausführlich beschrieben und durch den TaKeTiNa Explorer praktisch nachvollziehbar.

 


Das Lernen mit dem Körper



Musikalische Grundfähigkeiten und rhythmisches Bewußtsein lassen sich mit dem Körper direkter, effektiver und schneller entwickeln, als durch das Spielen von Musikinstrumenten. Das Lernen mit dem Körper ist zugleich eine effektive Vorbereitung für ein lustvolles und erfolgreiches Instrumentalspiel. In den Lernprozeß mit dem Körper können auch Menschen einbezogen werden, die Musik sonst niemals aktiv kennenlernen würden.

Das Lernen im Wechsel zwischen Chaos und Ordnungsphasen


In diesem Wechsel kann die Kraft der Selbstorganisation den Lernprozeß unterstützen. Die Gruppe wirkt dabei als Stabilisator, der dem Einzelnen ermöglicht aus dem Rhythmus zu fallen, ohne dabei den Anschluß zur Musik zu verlieren. Dabei bildet sich profundes Vertrauen in die tragende Kraft von Rhythmus. Musikalisches Zusammenspiel, organisch fließendes Musizieren und selbstverständliche rhythmische Orientierung werden lernbar.

Das Arbeiten auf mehreren rhythmischen Ebenen zugleich

Der Lernende wird mit Schritten, Klatschen und mit der Stimme in drei unterschiedliche Rhythmen geführt. Dies ermöglicht ihm früher oder später mehrere unterschiedliche Rhythmusebenen gleichzeitig wahrnehmen und spielen zu können. Die Gegensätzlichkeit von Denken und Fühlen, Aktivem Handeln und Passivem Geschehen lassen, von Sprechen und Hören löst sich dabei auf.




Das Lernen im archetypen Bereich

Heute haben wir zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit Zugang zur Musik aller Kulturkreise. Dabei zeigt sich, daß die Vielfalt unterschiedlicher Musikformen auf archetypischen Urformen rhythmischer Bewegungen beruht. Diese sind als „Urbilder“ in jedem Menschen angelegt. Der TaKeTiNa Prozeß führt den Lernenden zur körperlichen Erfahrung dieser „Rhythmus-Archetypen“ und greift dabei auf ein menschliches Urwissen zurück, das bei den meisten Menschen der westlichen Zivilisation in Vergessenheit geraten ist.

Das Lernen durch Wiederholung

Da im TaKeTiNa Prozeß stets mehrere rhythmische Ebenen aufeinander wirken, erlebt der Lernende ständig etwas Neues, auch wenn der Schritt- Rhythmus über lange Zeit unverändert bleibt. So kann jemand, der aus dem Rhythmus fällt, in ein sich entfaltendes, musikalisches Geschehen mühelos wieder einsteigen.

Individuelles Lernen im Kollektiv

Im TaKeTiNa Prozeß kann jeder in seinem eigenen Zeitmaß lernen, ist zugleich aber auch Teilnehmer an einem dynamischen, musikalischen Gruppenprozeß. Anfänger und erfahrene Musiker können durch die Vielschichtigkeit des TaKeTiNa Prozesses im gleichen Kreis miteinander Lernen.

TaKeTiNa - Rhythm for Evolution

Der TaKeTiNa Prozeß verbindet nonverbales Erleben mit verbaler Integration des Erlebten. Musikalisches Lernen bedeutet dabei stets auch einen menschlichen Lernprozeß. Denn das, was das Leben behindert, spiegelt sich im TaKeTiNa Prozeß als musikalisch-rhythmisches Problem wider und kann durch die rhythmisch-musikalische Arbeit transformiert werden. Aus diesem Grund wird die TaKeTiNa Rhythmus-Pädagogik auch in therapeutischen Anwendungen eingesetzt.

 

 

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